5 Jahre Schulversuch alles>>könner - ein kurzer Rückblick


Im Jahr 2008 haben wir uns gemeinsam mit über 50 weiteren Hamburger Schulen auf den Weg gemacht, Unterricht zu verändern, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden.

Individuelle Förderung und Forderung jedes einzelnen Kindes wurden zu unseren zentralen Entwicklungsaufgaben. Die Kinder sollten noch besser bei ihrem Lernen begleitet werden. Ziel war es, den Unterricht so zu gestalten, dass den Kindern bewusst wird, was sie lernen und welche Kompetenzen sie erwerben.

Mit der Kompetenzorientierung ergab sich ein neuer Arbeitsschwerpunkt: die Entwicklung von kompetenzorientierten Rückmeldeformaten. Dazu gehören unterrichtsbegleitende  Rückmeldungen, regelmäßig durchgeführte Lernentwicklungsgespräche mit Kindern und Eltern und natürlich veränderte Zeugnisse am Schuljahresende.

Um den Schulversuch erfolgreich durchführen zu können, haben wir die Organisationsstruktur unserer Schule verändert.

Als Schulleitungsmitglied zeigte sich Frau Marasas für den Schulversuch verantwortlich.

Mit Frau Knoop und Frau Schleiter (Deutsch), Frau Witt (Mathematik) und Frau Bindseil-Martens (Sachunterricht) haben vier Kolleginnen als Koordinatorinnen an überregionalen Sitzungen der Schulversuchsschulen teilgenommen und in diesem Rahmen Unterrichtskonzepte entwickelt und Lernarrangements erarbeitet. Das Kollegium wurde in Fachkonferenzen und viermal jährlich stattfindenden schulinternen Fortbildungen über die Inhalte informiert und in die Arbeit eingebunden.

Regelmäßige Teamsitzungen, gemeinsame Unterrichtsvorbereitungen und kollegiale Unterrichtshospitationen sind nur einige Aspekte, die nun fest zu unserem Arbeitsalltag gehören und zur Verbesserung unserer Unterrichtsqualität beitragen.

Sie möchten mehr über die vergangenen Jahre erfahren? Lesen sie unseren Abschlussbericht, der zur Dokumentation des Schulversuchs im Januar 2013 verfasst wurde.

Noah und Emma: „Wir machen Vorhabenkringel: Wir nehmen uns Aufgaben für die nächste Woche vor, die wir bearbeiten wollen.“
Leander sagt: „Manche arbeiten langsam und manche arbeiten schnell!“
Bene: „Wir werden nicht gehetzt.“
Noah: „Es geht nicht um die Wette.“
Annika: „Ich kann so schnell oder langsam arbeiten, dass es gut wird.“
Naomi: „Man kann in seinem Tempo bleiben.“
Paula, Leonie, Malte und Paul haben sich zum Lesen mit verteilten Rollen verabredet.
Maxime überprüft ihr Können zu einem selbst gewählten Zeitpunkt.
„Wenn eine Aufgabe erledigt ist, muss ich abhaken und gucken, was kommt jetzt.
Was mache ich denn als nächstes?“ Felina überlegt, mit welchem Vorhaben sie weitermachen will.
Leoni: „Kann ich das überhaupt schaffen?“
„Wir dürfen uns aussuchen, wann wir Mathe oder Deutsch machen!“
Max möchte sich (besser) konzentrieren. Mit den Kopfhörern ist er weniger gestört.
Shirley: „Wir dürfen uns jederzeit Kopfhörer holen, um uns besser zu konzentrieren.“
„Ich kann jederzeit die Lehrerin fragen.“
Annika: „Ich bespreche gerade mit meiner Lehrerin, ob ich mir beim nächsten Mal mehr oder weniger vornehmen kann! Manchmal geben wir uns auch Tipps, wie es weiter geht.“